Bürgermeister/in

Liebe Mitmenschen in Neuberg,

kennen Sie noch das Spiel aus Kindertagen „wer hat Angst vom bösen Mann-niemand und wenn er kommt dann laufen wir…?“

so kam ich mir am gestrigen Abend vor bei der öffentlichen Sitzung des Ausschusses Bau-Umwelt und Verkehr…Ich war als Gast bzw. Fraktionsvorsitzende dort, mein Kollege Andreas Kögl ist Mitglied in diesem Gremium.

Nun Corona-gerecht umgesetzt im Bürgerhaus alle vorbildlich gekleidet mit Mundschutz sitzend mit dem vorgegebenen Abstand…

Alle? – ja, denn es waren viele Menschen anwesend- außergewöhnlich viele als sonst üblich gewohnt. Viele Anwohner und angrenzende Nachbarn.

Ein besonderer Tagesordnungspunkt der Sitzung war Grund, dass sich so viele Interessierte dazu begeben haben. Besorgte Menschen, darum besorgt, dass mitten in Ihren Gärten eine beachtliche Grünfläche bebaut wird. Zubetoniert mit lauter „Hasenkästen“ (eine große Zahl an Reihenhäusern mit niedrigster Quadratmeterzahl an Grünfläche)…

Viele haben sich schon vorab im Rathaus gemeldet und Ihre Sorgen und Ängste mitgeteilt. Aus diesem Grund wurde kurzfristig der Ort der Sitzung verlegt, zwischenzeitlich auch eine anderslautende Einladung veröffentlicht, als den Gemeindevertretern/ Ausschussmitgliedern ausgehändigt, mit dem Hinweis „…pro Tagesordnungspunkt darf nur ein Interessent anwesend sein…“ Doch es wurden alle Interessierten in das Bürgerhaus eingelassen. Seitens der Presse war niemand vor Ort.

Warum auch? Denn es wurde kurzerhand aufgrund einer kürzlich eingegangenen Email bei der BM, kurzum ohne Abstimmung der Ausschussmitglieder, hierzu dieser TOP nebst einen anderen durch eine andere Email, einfach gestrichen. Keine Beratung. Die Zeit hätte nicht gereicht, um vorab die Ausschussmitglieder darüber zu informieren.

Wer hat Angst vom….? Niemand? Wirklich?

Aus welchem Grund wurde nicht darüber beraten, Haltung zu diesem Punkt gezeigt, wie die einzelnen Fraktionen zu dieser Form der Bebauung stehen? Wie sonst doch auch?

Zumal es extra vorher einen Ortstermin zur Besichtigung gab, und ich von 3 von 4 Fraktionen weiß, dass sie dazu sich definitiv schon Gedanken gemacht haben und auch eine klare Haltung hierzu haben. Es wird auch zu Zeiten von Corona innerhalb der Fraktionen und auch gemeinsam mit CDU und Neuberger Liste und uns gearbeitet und es findet Austausch statt.

Hat man Angst vor der Öffentlichkeit? Vor der Teilhabe der Mitbürger sich erklären zu müssen?

Wie kommt es zudem, dass ein Mitarbeiter des Hanauer Anzeigers bereits mittags Bescheid wusste, dass dieser wohl doch problematische Punkt, gestrichen werden würde und dies in einem Telefonat, mit einem der betroffenen Anwohner mitteilte?

Soll keiner Fraktion die Möglichkeit gegeben werden die Ergebnisse Ihrer jeweiligen Arbeit vor Ort mitzuteilen? War doch die Hoffnung es würde kein Zuschauer kommen…?

Der Ton war mitunter recht rauh, angespannt und man ließ sich auf keinerlei Diskussion ein, die sonst übliche Praxis anzuwenden.

Ein anderer Antrag, der ursprünglich als TOP1 vorgesehen war vorab nicht in der Form wie in der

Gemeindevertretersitzung tatsächlichen abgestimmten Version übernommen worden-

Nein, dieser musste verlegt werden- in die nächste Ausschusssitzung-mit dem Hinweis die Abänderung rechtzeitig „explizit nicht erst in der Sitzung einreichend“ vorlegen zu müssen….

Liest man die eigenen verfassten Protokolle nicht? Steckt Absicht dahinter, um die ehrenamtliche Arbeit zu blockieren?

Warum?!

Auch das ist demonstrativ gehandelt mit eigenem Interesse für den aktuell schon eingeleiteten Wahlkampf.!

Das politische offizielle Arbeiten wurde

 „Corona sei Dank“ noch ruhiger und mit Ausschluss der Öffentlichkeit gestaltet.

Die Presse (HA) berichtete bisher kaum, in der Vergangenheit, über tatsächliche interessante Abstimmungen ( manchmal meint man sogar, dass obwohl der betreffende Journalist vor Ort war, er entweder nicht aufgepasst hat- oder ihm das was abgestimmt wurde nicht gepasst hat…)oder er auch nicht willig ist, das  was wirklich gesagt wurde- hhm- egal ob Interview oder Pressemitteilung..( aber was solls wir gehören ja auch nicht zu Hanau, wie auch Hanau eigentlich nicht zu Offenbach gehört…😉) Nun ja es wird nicht dargestellt , was andere Fraktionen mitgeteilt haben.

Wie auch wir nach wie vor erst regelmäßig aus der Presse Themen von Neuberg überhaupt erfahren.

Wahlkampf:… wer hat Angst vom….

Im Vergleich dazu den plötzlich nun überaktiven künstlich hergestellten eifrig zur Presse-tauglichen Hochglanzablichtungen – zweier Herren, die zeigen, dass es Sanierungen gibt an einem Fahrrad-Weg oder vor Ort sogar Gastronomie gibt, die nun unterstützt werden muss …????

Die tatsächlich vor Ort vorher ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Fraktionen der CDU/ Neuberger Liste und auch wir, haben dafür wenig Zeit.

Wir arbeiten alle in überwiegend systemrelevanten Berufen…

Und auch sonst parallel mit Homeschooling, den Sorgen der Mitmenschen über Arbeitsplatzverluste, Einkommensverluste Existenzängste durchweg, durch die gesamte Bandbreite der Bevölkerung und alle Berufssparten betreffend, empfinde ich solche Aktivitäten als unpassend und ehrlich gesagt-

 der aktuellen Situation nicht angemessen!

Und nun nachdem aufgrund der Corona Situation doch sehr wenig an Sitzungen stattfinden konnte, wird nicht mal da mit den Mitbürgern über deren Sorgen und Ängste gesprochen.

Nähe zu den Mitmenschen, ernsthaftes Interesse sich auch trotz schwieriger Zeiten schwierigen Themen zu widmen?! Fehlanzeige.

Recht unfreundlich und angespannt wurde die Situation laut Aussage der vor Ort anwesenden betroffenen Anwohner empfunden…

Wahlkampf um jeden Preis? Nein -so kann und darf es nicht sein.!

Themen, die vorab schon öffentlich mitgeteilt und hier vor Ort relevant sind zu klauen und für sich als eigene Idee auszugeben zeugt von wenig eigener Tatkraft und Ideenreichtum.

Bspw. Wurde vorab auf der Seite „Wir in Neuberg“ von Herbert Flötenmeyer (Neuberger Liste) direkt nach Bekanntgabe des „Lock down“, um die Gastronomie auch weiterhin zu unterstützen, die Speisekarten der Gastronomie vor Ort, deren Aktionen und Möglichkeiten veröffentlicht, informiert und wird ständig erneuert.

Das wir alle gerne dort in Neuberg essen gehen

In den Lokalen: Rumpelstilzchen (ua nach der Gemeindevertretersitzung), wir gerne zum Adler gehen (ua Feier nach dem Bürgerentscheid) Zusammen sitzen bei Dinkelrind und Valle dei Templi, zuhause auch bei la Stella bestellt wird…

Jep- na klar und aktuell noch lieber, gestresst nach Vollzeit-Job und nebenberuflicher Lehrertätigkeit daheim…  .Aber muss man dazu Fotos posten- um das bzw. was zu zeigen?

Alltag- oder Besonderheit.?!

Auch ist es seltsam, dass unmittelbar nach den Reden zum aktuellen Haushalt  2020 im Januar meiner Rede sämtliche  genannten Punkte unserer bisherigen Arbeit, unserer Schwerpunkte (CDU,NL und Grüne) vom Kandidaten der SPD veröffentlicht wurden- die Themen, die wir bearbeiten und schon weiter voran gebracht hätten, wäre Corona nicht dazwischen gekommen.

Die Themen:

Bürgerbus/ Anruf-Sammeltaxi

Reaktivierung Jugendarbeit

Gründung eines Vereines um BürgerInnen-Und Bürger zu vernetzen und uns gegenseitig zu helfen (wir in Neuberg)

Die „Oppositionsparteien“ waren und sind da schon am Arbeiten

So wir auch an notwendige Investitionen denken und nicht nur bereits beschlossene wie Sanierung Bürgerhaus/ Sportplätze usw.usw – (s. Artikel vom 19.1. meinerseits)

Die Vereinbarung von Familie und Beruf  Aktuell Kita Anbau im Zuge der Küchenrenovierung des Altbestandes alles schon in Arbeit- Antrag CDU und von NL und uns unterstützt..,

Also was braucht es hier in Neuberg?

Eine sorgfältige und umsichtige Planung was ist :kurz-mittel und langfristig aufzuarbeiten an Sanierungsstau.

Eine sensible Planung, wo Grünflächen grün bleiben und wie -was -wo -an Bau-Planungen überhaupt gebraucht wird.

Auch kleinere Gewerbebetriebe brauchen wir

Aber es muss angeschaut und endlich mal gemacht werden.

Besonnenheit und Zusammenarbeit mit den Menschen

Gespräche was bewegt uns alle vor Ort.

Wo liegt das Interesse der Bürger

Nicht nur vor „Corona-Zeit, sondern auch vor allem nach Corona.

Braucht es exzessiven und aggressiven Wahlkampf? Nein, wir brauchen Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg.

Unsere Fraktion setzt sich zudem auch dafür ein, dass der Termin der Bürgermeisterwahl mit der Kommunalwahl, voraussichtlich im März 2021, zusammengelegt wird.

Wir sind alle durch und mit der Corona Zeit beschäftigt- und damit Kosten einer Wahl eingespart werden können, macht es unserer Meinung Sinn mit der Kommunalwahl auch einen neuen Bürgermeister / neue Bürgermeisterin zu wählen. (So sieht es übrigens auch der Bund der Steuerzahler…)

Es wird mehrere Kandidaten geben- das steht fest. Und das ist auch gut so.😊

Ich gebe hiermit bekannt, dass mein Ortsverband mich als Kandidatin nominiert hat.

Alle seit Jahren zusammenarbeitenden Fraktionen haben Ideen und ernsthaftes Interesse Neuberg auch weiterhin zu diesem Ort zu gestalten wie wir Ihn lieben.

Klein, beschaulich, weiterhin zunehmend familienfreundlicher werdend.

Im Gespräch mit allen Altersgruppen zusammenrückend nun gerade durch die vorherigen Kontaktverbote sehe ich wieder mehr Menschen, die nun bewusster Gespräche führen.

Aktionen, über Nachbarschaftshilfe und Einkaufsservice, die Menschen rücken mehr zusammen.

Neuberg war nie getrennt und wir möchten nächstes Jahr (hoffentlich ohne Corona und co)

Auch das 50Jährige bestehen feiern können

Gemeinsam als ein Dorf

Wir haben Ideen und arbeiten seit Jahren für Sie und mit Ihnen-

Und wer hat Angst vorm bösen Mann? Eigentlich doch niemand? Wir nicht / Ich nicht.

Alle Menschen sind gleich, verdienen gleichen Respekt und Ehrlichkeit.

Man kann zu Themen anderer Meinung sein.

Es geht um die Themen nicht um den Menschen, respektvoll, ehrlich, freundlich und höflich

Egal welches Amt man begleitet oder begleiten möchte in Zukunft

Es liegt in Ihrer Hand, wer Sie in Zukunft in Neuberg vertreten darf

Herzlichst

Ihre Melanie Esch

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